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Erst einmal ist zu sagen, dass die Meinung, dass nur ein Vogel allein zahm wird, ein weit verbreiteter Irrtum ist. Auch ein Pärchen kann genauso schnell zahm werden. Man muss sich halt nur viel mit den Tieren beschäftigen und ein bisschen Geduld mitbringen. Ein einzelner Vogel kann schnell Verhaltensauffälligkeiten zeigen, er kann zum Schreier werden oder auch zum Federrupfer. Nicht selten finden diese Vögel, wenn sie lange alleine gehalten wurden und dann in eine Vogelgesellschaft integriert werden, dann keinen richtigen Anschluss mehr an die anderen Vögel.

Eine der Möglichkeiten, sich ein Pärchen anzuschaffen, sind hier neben dem Zoogeschäft und einigen Züchtern die vielen Vogelforen. Eine Linkliste hierzu findet ihr hier. Es gibt immer wieder Abgabevögel, die ein schönes Plätzchen suchen und man findet zudem fachkundige Beratung. Leider sind oftmals ziemlich traurige Geschichten hinter den Abgabevögeln. Wer diesen Tieren etwas gutes tun will, sollte sich dort mal umschauen.

Sollte es doch ein Pärchen aus dem Zoogeschäft oder vom Züchter sein, so guckt Euch die Tiere genau an. Sie sollten nicht aufgeplustert irgendwo in der Ecke sitzen, sondern sich mit den anderen Bewohnern angeregt unterhalten.  Die Federn sollten glatt anliegen und nicht verklebt oder verschwitzt aussehen, ebensolches gilt für Nase und Augen. Die Kloake des Vogels sollte nicht verklebt sein. Die Brustmuskulatur soll nicht eingefallen, jedoch auch nicht verfettet sein.

Ihr solltet daran denken, dass für die Vögel täglicher Freiflug gegeben ist und ein entsprechend ihrer Größe angemessen großer Käfig vorhanden ist. Der Käfig oder auch die Voliere sollte so groß sein, dass die Tiere auch mal die Flügel ausbreiten können, ohne irgendwo anzustoßen und sie auch mal eine kleine Strecke fliegen können. Das Käfiggitter sollte immer waagerecht verlaufen, damit die Tiere problemlos daran hochklettern können. Beim Freiflug sollte auf mögliche Gefahrenquellen geachtet werden (giftige Zimmerpflanzen, Blei in Gardinenstangen oder anderen Gegenständen, offene Fenster/Zugluft, Küchendämpfe/heiße Herd- und Kochplatten, Rauch, Farbdämpfe). Von einer Haltung in der Küche ist generell abzuraten, da sich bei Kochen und Braten das Fett in den Federn der Vögel festsetzt.

Besonders hervorheben möchte ich hier das Blei in den Gardinen, was man oft nicht sieht und wo die Vogel dran knabbern und auf schleichende Weise langsam vergiftet werden.

Auch das Teflon in diversen Küchengeräten (Friteuse, Raclette oder auch einfach nur Pfannen) führt ganz schnell zu Vergiftungen, alleine durch die Dämpfe, die beim Erwärmen der Küchengeräte abgegeben werden. Daher sollte man auf teflonbeschichtete Gegenstände am besten ganz verzichten.

Der Käfig/die Voliere sollte in einem belebten Raum stehen, in Augenhöhe, damit die Vögel am "Familienleben" teilhaben können, sonst kann es passieren, dass sie schreckhaft werden. Einige Vögel, wie z. B. die Rosenköpfchen sind begeisterte Nager, man sollte daher auf keinen Fall Holzkäfige kaufen. Auch die oftmals angebotenen "verschnörkelten" Metallkäfige sind für die Vögel ungeeignet. Ebenso Käfige, deren Gitterstäbe mit einer Emailleschicht überzogen sind. Diese ist ganz schnell abgenagt. Das sieht nicht nur unansehnlich aus, sondern die Emaille kann von den Vögeln verschluckt werden und zu Verdauungsbeschwerden führen.

Als Inneneinrichtung des Käfigs eignen sich besonders Naturäste, da hierdurch vermieden wird, dass sich durch die unterschiedlichen Größen der Äste bei den Vögeln Fußballengeschwüre bilden. Darüber hinaus sind diese Äste eine prima Beschäftigungsmöglichkeit, mit Vorliebe wird die Rinde abgeschält und hier sind jede Menge Vitamine enthalten. Gerne nehmen die Vögel frische Weidenäste, natürlich mit Blättern.

Es sollte darauf geachtet werden, dass tägliche Kontrolle von Futter und Wasser erfolgt. Insbesondere beim Körnerfutter sollte man darauf achten, dass dieses nicht überlagert ist und sich im Futter nicht bereits Futtermilben befinden. Diese erkennt man daran, dass sich das Futter zu spinnwebartigen Klumpen verbindet.

Nüsse können viele Vogelarten zwar bekommen, doch oftmals sind gerade Nüsse mit Pilzsporen behaftet. Menschliche Nahrungsmittel sollten den Menschen vorbehalten bleiben und - auch wenn die Vögel den "Bettelblick" aufsetzen - nicht den Vögeln gegeben werden. Insbesondere salzhaltige Nahrungsmittel sind gesundheitsschädlich für den Vogel. Bereits geringe Mengen Salz können zum Tode des Tieres führen. Gerne werden auch Salzkristalllampen aufgestellt, die als "Ionisatoren" dienen sollen bzw. ein gutes Nachtlicht abgeben. Doch auch hier sollte man darauf achten, dass die Tiere die Lampen wegen dem Salz nicht anknabbern.

Die Mauser, die mehrmals im Jahr auftreten kann, dient dazu, die alten Federn zu erneuern, es ist keine Krankheit. Während der Mauserzeit sollte man vermehrt Vitamine bzw. Mauserpräparate reichen (z. B. Korvimin), da der Vogelorganismus zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist.

Da die Vögel bei Krankheiten schnell an Gewicht verlieren können und dies lebensbedrohlich werden kann, sollte man nicht lange "rumdoktern" und auf Besserung hoffen, sondern unverzüglich einen erfahrenen Tierarzt aufsuchen. Wenn der kranke Vogel das normale Körnerfutter nicht mehr zu sich nimmt, kann man im Krankheitsfall vermehrt Kolbenhirse anbieten, das wird oftmals noch angenommen.

Da Vögel ihre Körpertemperatur nicht durch Schweißdrüsen regulieren können, spreizen sie, wenn ihnen warm wird, die Flügel ab und atmen mit geöffneten Schnabel.

Beim Brüten benötigen viele Vögel  kein Nistmaterial, sondern nur einen Nistkasten mit einer kleinen Mulde für die Eiablage. Das „Benagen“ des Nistkastens durch die Vögel ist sozusagen das „häusliche Einrichten“.

Zufriedene Vögel sitzen oftmals auf einem Bein und knirschen mit dem Schnabel.

Die Kennzeichnungsziffer für männliche Vögel lautet 1,0, für weibliche Vögel 0,1

Als Grundausstattung für die Einrichtung eines neuen Vogelheims kann man nehmen:

normales Futter, abgestimmt auf die jeweilige Vogelart. Fertige Futtermischungen aus dem Handel sollten nicht zu fetthaltig sein. Viele Online-Shops weisen inzwischen ein sehr gutes Futterangebot auf, was speziell auf die einzelnen Vogelarten abgestimmt ist.

 

Hirsekolben, Honigkolben/Honigherzen o. ä. (nicht übermäßig, macht dick), das kann man jedoch auch selber backen und der Zuckergehalt ist dann nicht so hoch. Backrezepte für Vogelkekse oder Kräcker findet man inzwischen auch jede Menge im Internet.

 

Kolbenhirse: nehmen die Vögel gerne, jedoch sollte sie nicht täglich gegeben werden, da sie sehr fetthaltig ist. Besser ist es, täglich frisches Obst oder Gemüse zu reichen.

 

Vogelsand: dient der Hygiene und der Grit im Sand fördert die Verdauung.

Buchenholzgranulat: kann man auch gut mit spielen.

Maiseinstreu/Maispellets: stauben nicht.

Hanfpellets: stauben ebenfalls nicht und sind sehr saugfähig.

 

Mineraliensteine oder Mineralienstreu: benötigen die Vögel zur Verdauung.

Kalkstein: für den Knochenbau und die Federn.

Vogelkohle: für die Verdauung.

Badehäusschen oder auch Badeschale

eventuell zusätzliche Wasser- und Futterspender,

Spielzeug: Ringe, Glöckchen, Schaukeln, Leitern...hier gibt es inzwischen unendlich viel verschiedenes Spielzeug für die Vögel und es gibt auch jede Menge Anleitungen, so etwas selbst zu basteln.

Schale oder Napf für Obst und Gemüse.