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Eines Tages sollte auch noch Strolchi bei uns einziehen. Damals hatten wir gerade unsere Tierärztin kennen gelernt und dort über das "schwarze Brett" lasen wir, dass junge Wellensittiche abzugeben waren. Wir überlegten nicht lange und haben uns einen der nestjungen Wellis geholt.

 

In der Meinung, dass es sich um ein Männchen handelte, haben wir "ihn" Strolchi getauft. Das sollte sich jedoch bald als falsch herausstellen. Strolchi war ein ganz liebes weißblaues Mädchen, was uns ein Übermaß an Vertrauen geschenkt hat, dass seinesgleichen sucht.

 

Von Anfang an war sie auf mich total fixiert und musste überall dabei sein. Ihr Vertrauen ging so weit, dass sie sich in den Ärmel meines Sweatshirts gesetzt hat und wenn ihr einer zu nahe gekommen ist, hat sie diesen angefaucht. Sogar Eier hat sie in meinem Sweatshirt abgelegt, obwohl ich noch selbst drinsteckte.

 

Strolchi war ein Phänomen. Da wird immer soviel von Fehlprägungen gesprochen, doch es sind genügend Wellikameraden vorhanden gewesen, mit denen sie ebenfalls gespielt hat. Strolchi hat sich mit Krümels Sohn Charly zusammengetan und wir konnten ein weiteres Mal erleben, dass eine "Vogelehe" ein ganzes Leben lang halten kann.

 

Leider ist Strolchi viel zu früh ins Regenbogenland geflogen. Sie ist irgendwann aus unserem Zimmer hinaus in den dunklen Flur und mit dem Bauch dermaßen auf die Schrankkante gekracht, dass sie sich einen Bauchbruch zugezogen hat. Das muss so schlimm gewesen sein, dass es von alleine nicht mehr richtig zusammenwuchs.

 

Anfangs hat man ihr das nicht angesehen, sie hat noch bestimmt zwei Jahre bei uns verbracht. Als wir merkten, dass ihr Bauch auf einmal anschwoll, haben wir sie röntgen lassen und dort wurde der Bruch festgestellt. Wir konnten nichts mehr für sie tun. Sie ist dann auf meiner Hand eingeschlafen.

Ein weiteres "armes Wesen", das bei uns gelandet ist, war unser Oscar, ein blauweißer Wellensittich, der fast die Größe eines Schauwellensittichs hatte. Auch waren seine Füße befedert, was ich bisher bei keinem anderen Vogel gesehen habe.

Unsere Bekannten sind beim Spazierengehen förmlich über Oscar "gestolpert". Er ist mit samt seinem Käfig, eine Decke darüber, die Käfigtür darunter offen, ausgesetzt worden. Seine früheren Besitzer hatten - offensichtlich um zu verhindern, dass man sie über den Ring ausfindig macht - ihm diesen abgezogen und ihm dabei den Fuß gebrochen.

Es ist manchmal einfach unvorstellbar, wie man solch einem kleinen hilflosen Tier so etwas antun kann und ich hoffe, solche Leute bekommen irgendwann die Quittung dafür. Schon wie unsere Bekannten  Oscar mit zu sich nach Hause nahmen und den Käfig gereinigt haben, wollte er beim Saubermachen helfen und ist auf deren Händen herumgeturnt.

Er war absolut handzahm und wollte überall dabeisein. Oscar war lange Jahre bei uns, wobei er eine schwere Krankheit durchgemacht hat. Er hatte eine Trichomonaden-Infektion. Da keines unserer anderen Tiere erkrankt war, gehen wir davon aus, dass er sich diese Krankheit bereits "mitgebracht" hatte und diese erst zu einem späteren Zeitpunkt ausbrach. Zu dieser Zeit hatten wir jedoch schon eine sehr gute Tierärztin ausfindig gemacht, die unseren Patienten ein paar Tage bei sich behielt und ihn dann als geheilt entlassen konnte.